14. bis 17. April in Gattendorf 

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Unner Gschicht

Den Grundstein für die Gründung der Landjugend Zedtwitz legte 1950 der damalige Kreisobmann Alfred Spitzbarth. So taten sich einige Freiwillige zu einer Jugendgruppe zusammen und bildeten  kurzerhand die Bayerische Jungbauernschaft Ortsgruppe Zedtwitz.
Zu den Gründungsmitgliedern gehörten Gerhard Puchtler (1. Vorsitzender), Hans Egelkraut, Traudl Lang, Gerdi Rietsch, Annie Rietsch und Helmut Frank. Die Hauptveranstaltungen der Ortsgruppe fanden damals vor allem im landwirtschaftlichen Bereich statt. So wurden zum Beispiel Melkkurse belegt oder an Reitkursen teilgenommen. Nachdem die Mitglieder des Vereins durch Veranstaltungen des Kreisverbandes auf den Geschmack gekommen sind, wurden immer häufiger Tanzveranstaltungen besucht, Ausflüge, Gruppenbegegnungen oder Laienspielabende abgehalten.
Zu dieser Zeit wurde auch beschlossen eine Volkstanzgruppe zu gründen, die gemeinschaftlich Tänze einstudierte. Um diese vor Publikum auch traditionsgerecht vorzuführen, wurden kurze Zeit später die ersten Trachten angeschafft.Nachdem die Landjugend in den späten 50er Jahren eine Flaute durch geringen Nachwuchs und vielen Hochzeiten erleben musste, erholte sich die Ortsgruppe Zedtwitz zügig davon und die Mitgliederanzahl erreichte 1978 einen Spitzenwert von 75 Personen. Um dies bei Veranstaltungen zu zeigen und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken, wurden erstmals einheitliche Nicki-Jacken angeschafft.
In diese Zeit fielen auch die ersten Busfahrten zu Tanzveranstaltungen von befreundeten Landjugendgruppen, die wir heute noch mit Begeisterung pflegen. In der Faschingszeit wurde neben dem Umzug durch Töpen, auch das Zedtwitzer Männerballett wieder ins Leben gerufen und durfte 1980 seinen Höhepunkt bei einer Aufführung in Berlin anlässlich der Grünen Woche feiern. Nicht nur an Tanzveranstaltungen nahm die Landjugend teil, sondern auch die sportlichen Aktivitäten rückten im- mer mehr in den Vordergrund. So nahm der Verein z. B. am 24.02.1980 das drit- te Mal in Folge den Raiffeisen-Wanderpokal im Fußball entgegen und durfte ihn sogar behalten.  Auch von der Seite der Mädels wurden Erfolge erzielt, beispielsweise im Jahre 1981 im Skilanglauf. Nachdem sich die  Landjugend beim Sport tüchtig ausgetobt hatte, gönnten sie sich jedes Jahr einen Urlaub. Erstmals, nach 36 Jahren, wurde die Gruppe von einer Frau geführt -Sonja Fiedler setzte sich bei der Wahl durch. Ihr war zu verdanken, dass während ihrer Amtszeit die Idee der Anschaffung einer einheitlichen Tracht verwirklicht wurde.

Im Zuge der Brauchtumspflege kam die Idee, an einem Kurs für fränkischen Volkstanz teilzunehmen. Diesbezüglich erklärten sich Matthias Wenzel und Max Spitzbarth für die Wiederauferlebung bereit und stellten einen neuen Volkstanz zusammen, nachdem dieser in den letzten Jahren in Vergessenheit geraten war. Es kam zu regelmäßigen Proben aller Tänze, sodass sogar bei Volkstanzwettbewerben
Siege erzielt wurden. Vor allem in der Umgebung wurde der Volkstanz der Landjugendgruppe sehr geschätzt und war bei vielen Festen, beispielsweise bei traditionellen Maifesten, gefragt. Da immer wieder Schwierigkeiten zwecks Aufenthaltsräumen auftraten, konnte das Problem durch den Umbau der alten Schule in Unterhartmannsreuth 1993 gelöst werden und die Landjugend bekam ihr erstes eigenes Vereinsheim.

Ein weiterer Höhepunkt in diesem Jahr war das Fest, welches die Jugendgruppe anlässlich der eigenen, selbstgestickten Fahne veranstaltete. Zudem gewannen die Zedtwitzer durch die Fahnenweihe die Landjugend Weidesgrün als Patenverein. Seitdem werden regelmäßig gemeinschaftliche Treffen der beiden Gruppen veranstaltet.

Zur selben Zeit gaben auch einzelne Mitglieder den Anreiz, eine Laienspielgruppe ins Leben zu rufen. Schnell fanden sich einige Freiwillige der Landjugend und übten mit viel Elan und Freude ein Theaterstück ein. Schon nach kurzer Zeit wurde das 1. Stück „Die Misswahl“ 1994 in Unterhartmannsreuth aufgeführt und die „Fränkische Theaterbühne Zedtwitz“ entstand. Mit der Aufführung wurde der Durchbruch erzielt und seitdem findet das Laienspiel, das sich bis heute großer Beliebtheit erfreut, einen festen Platz im Terminkalender vieler Bürger.

Jedoch nicht nur beim Theaterspielen, sondern auch beim Musical der Oberfränkischen Landjugend hat die Landjugendgruppe ihr Können auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin 1994 unter Beweis
gestellt. Schon ein halbes Jahr vorher begannen die Vorbereitungen für die Erarbeitung der Texte und Lieder, die später auf einer CD festgehalten wurden. Zur abwechslungsreichen Gestaltung besuchten Mitglieder auch Kochkurse und kochten gegen andere Landjugendgruppen mehrmals erfolgreich bei Wettbewerben um Pokale. Um auch einmal andere Kulturen kennenzulernen, ließen sich die Zedtwitzer 1996 nicht das Angebot entgehen, an einem Gruppenaustausch mit jungen Leuten von Pensa in Russland teilzunehmen. Dies stellte sich für Viele als Abenteuerreise heraus. Wohl durchaus der größte Höhepunkt 1999 war die Teilnahme an der 72-Stunden-Aktion, die in Zedtwitz stattfand. Dabei musste der Verein unter anderem eine Holzbrücke innerhalb von 3 Tagen bauen, was sich als große Herausforderung darstellte. Im selben Jahr gewann die Ortsgruppe die SG Zedtwitz als zusätzlichen Patenverein anlässlich ihrer Fahnenweihe. Vor allem im sportlichen Bereich blühte die Landjugend nach der Jahrtausendwende auf. Sie schossen, warfen und zogen um Pokale. Dabei wurde kein Sport ausgelassen. Nachdem das 50jährige Jubiläum vom 25.05. bis 29.05.2000 in Zedtwitz erfolgreich über die Bühne gegangen ist, ging natürlich der ganz normale Landjugendalltag wieder weiter. Auf Kreis- und Bezirksebene wurden einige Veranstaltungen abgehalten. Höhepunkt auf Kreisebene war am 17.11.2000 der Kreistheaterabend, der in Konradsreuth stattfand. An diesem Abend gaben die Landjugendgruppen Marxgrün, Zedtwitz, Reicholdsgrün und Reuthlas ihre Theaterstücke zum Besten. (Name unseres
Theaterstückes bekannt????)  Selbstverständlich waren wir auch wieder kräftig auf Reisen. 2000 ging es nach Italien zum Gardasee, 2001 nach Ungarn/Plattensee, 2002 war Berchtesgaden am Königsee das Reiseziel und 2003 fand der LJ-Urlaub in Lindau am Bodensee statt. (2004 – 2005 auch bekannt???) Der bisherige Leiter der Volkstanzgruppe Zedtwitz gab zur Jahreshauptversammlung 2001 seinen Austritt bekannt, so dass wir vor einem Problem standen, wer zukünftig die Volkstanzgruppe weiter leiten würden, denn eines war uns sofort nach der Bekanntgabe klar, aufgelöst wird die Volkstanzgruppe mit Sicherheit nicht. Noch am gleichen Abend zeigten sich einige Landjugendmitglieder interessiert am volkstanzen und Max Spitzbarth erklärte sich bereit, einen Volkstanz-Grundkurs abzuhalten. Gott sei Dank ist das Interesse der jungen Landjugendmitglieder, in der Volkstanzgruppe mitzumachen, nach wie vor enorm und somit ist das weitere Bestehen der Gruppe für die nächsten Jahre auf jeden Fall gesichert fand, entschieden wir uns den Herbsttanz in einen Erntedankball umzufunktionieren. Am 4.10.2002 luden wir dann erstmals zum Erntedankball in die Göstrahalle nach Köditz ein. Diese Veranstaltung war für die älteren Freunde der Landjugend sowie für die Eltern unserer Landjugendmitglieder gedacht und wurde auch im 1. Jahr gut besucht. Leider sind auch hier darauffolgenden Jahren die Besucherzahlen immer weniger geworden, so dass wir uns dazu entschlossen haben, den Herbsttanz bzw. Erntedankball komplett aus unserem LJ-Jahresprogramm zu streichen. 2002 fand der Weihnachtstanz erstmals in der Frankenhalle in Naila statt, nachdem mit den Hausmeistern der Turnhalle von Münchberg immer mehr Probleme auftraten. Es war zwar auch ein harter Kampf unsere Weihnachtstanzveranstaltung in der Frankenhalle auszurichten, aber dieser Kampf hat sich bis heute gelohnt. Unser Weihnachtstanz schlägt jedes Jahr ein wie eine Bombe, wir haben immer volles Haus und in die Bar ist immer sehr gut besucht. 2003 war ein sehr ereignisreiches Landjugendjahr: Im Mai feierte die Landjugend Zedtwitz ihr nächstes Jubiläum – das 10jährige Fahnenjubiläum. Dafür wurde folgendes Programm ausgearbeitet: 11. Mai 2003: Konzert mit Dreyschlag in der Göstrahalle in Köditz 17. Mai 2003: Festkommers in der „Post“ in Zedtwitz Neben einem Rückblick über die Entstehung der Fahne, wurden die damaligen Stickerinnen geehrte sowie ein kleines Theaterstück aufgeführt. 18. Mai 2003: Kirchgang in Zedtwitz mit Segnung der Fahne.

Auch fand 2003 erneut eine 72-Stunden-Aktion statt. Austragungsort diesmal war Köditz. Unter dem Motto „Am Puls der Zeit“ ging es am 26.06. um 18.00 Uhr los. Unsere damaligen Agenten Matthias Mergner, Stefan Wilfert und Rainer Rauhut verkündeten uns die Aufgabe am Objekt der Parkanlage von Köditz:

Am Sonntag, 29.06. hatten wir es dann geschafft. Nach vielen schweißtreibenden Stunden und der Überwindung einiger logistischer Probleme wurde bei strahlenden Sonnenschein pünktlich um 18.00 Uhr mit der Übergabefeier begonnen. Der Köditzer Posaunenchor spielte zusammen mit einigen Landjugendmitgliedern das Lied „Kein schöner Land“. Nachdem auch die Parkanlage offiziell an den Bürgermeister der Gemeinde Köditz überreicht wurde feierten alle beteiligten Helfer noch bis in die späten Abendstunden hinein. Nachdem die Resonanz der Köditzer Bevölkerung anlässlich der stattgefundenen 72-Stunden-Aktion so enorm war, hatte sich die Vorstandschaft dazu entschlossen, im Sommer 2004 ein Parkfest in der neugestalteten Parkanlage von Köditz zu veranstalten. Ohne großen Aufwand mit dem Verkauf von Kaffee, Kuchen sowie Bratwürste und Steaks sollte dieses Fest von statten gehen. Dieses Vorhaben ist Voll und Ganz aufgegangen, denn die Besucher waren total begeistert. Somit stand schnell fest, dass im Jahr 2005 eine Neuauflage des Parkfestes stattfinden sollte.

Zum Bezirkslandjugendtag 2003 sind alle Landjugendgruppen aus dem Bezirk Oberfranken diesmal nach Kulmbach eingeladen worden. Neben einen ereignisreichen Programm fand auch das „Spiel ohne
Grenzen“ statt, bei dem wir natürlich nicht fehlen durften, ein Team zu stellen. Nach jede Menge Spaß, Spannung und Gaudi, gingen wir doch tatsächlich als Sieger dieses Wettbewerbes hervor. Dies musste natürlich am Abend gebührend gefeiert werden. 2004 setzten wir dann noch eines drauf, denn wir wurden Landessieger beim „Spiel ohne Grenzen“ zum Landeslandjugendtag in Münchberg. Ein nächster Höhepunkt im Landjugendjahr 2003 war der Erntekronenwettbewerb, der turnusgemäß alle 2 Jahre stattfindet. Gebunden wurde bei den Müller´s in Tauperlitz. Bereits im Juni trafen wir uns die ersten Male um das Getreide von den Feldern abzuschneiden und dann anschließend trocknen zu lassen. In den darauffolgenden 3 Monaten wurde kräftig an der Erntekrone gebunden bis endlich der Tag des Erntekronenwettbewerbes im Bauernhofmuseum Kleinlosnitz stattfand. Bis zur Verkündung des Erntekronensiegers stieg bei allen Beteiligten die Nervosität. Als dann die Erntekrone der Landjugend Zedtwitz als Sieger hervorging, konnte es keiner von uns so richtig glauben. Wir hatten es tatsächlich in der Landjugendgeschichte geschafft, erstmals den Erntekronenwettbewerb zu gewinnen. Nachdem das Jahr 2004 ziemlich ruhig vorüber ging, starteten wir im Jahr 2005 wieder in ein aufregendes Jahr. Neben der Teilnahme an einem Motorsägenlehrgang sowie Schlittenfahren wurden von uns auch Tanzveranstaltungen anderer Landjugenden im gesamten Bezirksverband Oberfranken gut besucht. Auch fand 2005 wieder ein Bezirkslandjugendtag statt, diesmal in Bad Rodach. Wie sollte es auch
anderes sein, gingen wir natürlich wieder als Sieger des Spiel ohne Grenzen hervor. Höhepunkt in diesem Jahr war ganz klar unser 55jähriges Gründungsjubiläum, dass wie immer auf der Festwiese in
Zedtwitz abgehalten wurde. Über den genauen Festablauf wird separat berichtet. Dies waren unter anderem: Kinobesuche, Bowling an Karfreitag, Billiard, Kartfahren, Kirchgänge, Volleyball- und Fußballtraining, Versammlungen, Besuch anderer LJ-Tänze, Bogen binden, Polterabende und Spalier stehen bei Hochzeiten von LJ Mitgliedern. Selbstverständlich durfte das jährliche Vergleichsmucken mit unserer Patenlandjugend aus Weidesgrün nicht fehlen. Immer abwechselnd findet dies einmal pro Jahr in Weidesgrün und Zedtwitz statt. Verlierer sind leider größtenteils wir und dürfen somit das Vergleichsessen ausrichten. Zudem nahmen wir an zahlreichen Veranstaltungen auf Kreis- und Bezirksebene teil. Dies waren z.B. Fußball- und Volleyballturnier, Fahrt zur Grünen Woche nach Berlin, Kreis- und Stadterkundungsquiz, Kreis- und Bezirksteamschulung, Muckturnier vom Kreisverband. Nicht zu vergessen, sind unsere eigenen Tanzveranstaltungen. Jedes Jahr laden wir am Tag vor Hochneujahr zum Hochneujahrstanz, genauso wie am Ostersonntag zum Ostertanz und zum Weihnachtstanz am 1. Weihnachtsfeiertag ein.